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KIRBY AIR RIDE (Test)

Als ich Kirby Air Ride in meinen Händen hielt, wusste ich nichts so richtig mit dem Titel anzufangen. Also habe ich mich ein bisschen schlau gemacht und bin auf ein paar negative Eindrücke gestoßen, was meine Hoffnung auf einen guten Fun Racer ziemlich gesenkt hat. Trotzdem wollte ich mich selbst überzeugen, was unser kleiner rosa Sauger so zu bieten hat.

Fangen wir beim ersten Modus an. Dieser heißt "Air Ride", was durch die selbige Namenszusage darauf schließen lässt, dass dies der Hauptkern des Spiels ist. Jetzt werden erst mal alle Einstelllungen, wie die Stärke des Computers oder die Farbe eures Kirby vorgenommen. Anschließend gelangt ihr zur Auswahl eures Vehikels, welche aber zum größten Teil noch erspielt werden müssen, weil anfangs nur ein Warpstar zur Verfügung steht. Nun kann es auch schon fast losgehen, es sei denn ein Kumpel von euch hat noch Bock mit einzusteigen. Ganze 4 an der Zahl können sich an dem Spektakel auf den irren Strecken beteiligen. Steht man nun an der Startlinie, gibt es kein zurück mehr.

Die Steuerung ist so simpel wie selten, da eigentlich nur der A-Knopf, der Control- und C-Stick benötigt werden. A dient zum Einsaugen der fiesen Gestalten auf den Strecken, worauf die Eigenschaft des jeweiligen Gegners in euch übergeht. Beispielsweise ist es nun möglich sich in eine Link-ähnliche Figur zu Verwandeln, um den Gegnern Einhalt zu bieten. Zu den zahlreichen Veränderungen, die Kirby vollziehen kann, gehört auch die Verwandlung in ein Rad, das über die Strecke rollt, dabei allerdings ungemein schnell wird. Natürlich könnt ihr die eingesaugten Items auch mit A benutzen, was auch noch dazu dient abzubremsen und einen Boost aufzuladen. Der Control Stick zur Richtungssteuerng erklärt sich von selbst, genauso wie der C-Stick, mit dem ihr die Kamera drehen könnt.

Insgesamt gibt es 9 Kurse zu erkunden, die sehr verrückt gestaltet sind. Von einer Architektur kann man da kaum noch sprechen, weil es halt totale Fantasie-Strecken sind. Die Aufgabe des Spielers besteht nun hauptsächlich darin, die 120 Aufgaben zu erfüllen, welche im Schwierigkeitsgrad extrem variieren.

Der zweite Modus trägt den Namen Top-Ride, in dem ihr ein Rennen a la Micro Machines fahrt. Sogar die Saugfunktion wurde hier weggelassen und durch Items ersetzt. Auch hier müssen die Aufgaben, wie im ersten Modus erfüllt werden, was mir hier allerdings leichter gefallen ist, da nicht so eine permanente Hektik durch die Kamera herrscht. Am meisten Spaß wird der Spieler wohl hier zu viert haben, was eindeutig daran liegt, dass das Micro Machines Flair so gut rüberkommt. In diesem Modus gibt es übrigens wieder 9 Strecken, die zwar etwas zu kurz aber trotzdem unterhalten sind. Außerdem gibt es nur 2 Fahrzeuge, die sich hier in der Lenkung differenzieren. Im City Trial geht es darum euer Gefährt zu verbessern und auszubauen. In einer vorgegebenen Zeit sammelt ihr in einer Stadt Gegenstände ein, die den Flitzer entweder verbessern oder sogar verschlechtern können. Die Rennen werden zum größten Teil im Stadion ausgetragen, wobei es hier auch noch ein paar coole Events, wie Drag Races zu entdecken gibt.

Abschließend müssen noch zwei Schwachpunkte thematisiert werden. Zum einen wäre da die total veraltete Grafik, die auf dem Cube wirklich nichts mehr verloren hat. Alles ist knallbunt und von echten Texturen kann kaum die Rede sein. Vielleicht hätten die Entwickler mit ein wenig mehr Zeit noch einiges rauskitzeln können, aber so bleibt Kirby Air Ride ein mittelmäßiger Titel, der auch auf dem N64 hätte veröffentlicht werden können. Wenigstens läuft es so flüssig und ohne Probleme, was High Speed garantiert, welcher aber oft in purer Hektik endet, da manchmal viel zu viel los ist. Die zweite Kritik richtet sich ganz klar an den Sound, weil mir persönlich selten ein "Soundtrack" so schnell auf die Nerven ging wie hier. Alles klingt irgendwie viel zu ähnlich und die Entwickler hätten das eigentlich merken müssen. Im Großen und Ganzen kann der Titel durch die Schwächen nicht mehr so überzeugen, aber die vielen Aufgaben sollten trotzdem motivieren weiterhin am Ball zu bleiben. Zusätzlich wurde dem Titel übrigens ein LAN-Modus spendiert, der den Spaß zu viert noch mal steigern sollte.

Grafik: 69 °C
Sound: 63 °C
Gameplay: 78 °C
Spielspaß: 81 °C

(Verfasst von Jack-the-Ripper)
Pro Kontra
+ jede Menge Fun mit Freunden
+ coole Modi
- miese Grafik
- man kann es sich selber zu einfach machen
- noch mieserer Sound
Infos Preisvergleich
Hersteller: Nintendo
Vertrieb: Nintendo
Genre: Rennspiel
Spieler: 1-4
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2004
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Fazit
 75°C   Für Kirby Liebhaber ein Muss. Alle anderen sollten erst mal schauen, ob sie sich mit rosa Knuddelwesen anfreunden können.
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 Hier geht's zum Test der Gameboy Advance Version auf Traumerlebnis.de
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