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EVOLUTION WORLDS (Test) |
Angesichts der Rollenspielflaute auf dem Gamecube müssten sich doch Fans über das Erscheinen der Dreamcast Umsetzung von EVOLUTION WORLDS vor Freude die Hände reiben, oder? Euer Held im Spiel ist der Waisenjunge Mag, dessen Eltern - ein berühmtes Abenteurerpaar bei der Suche nach einer legendären Cyframe-Technologie - verschollen sind. Mag soll nun in die Fußstapfen seiner Eltern treten, seinem Namen alle Ehre machen und die Cyframe finden. Nun, als Nichtkenner von Evolution Worlds fragt man sich nun garantiert, was zum Teufel denn Cyframe sein soll. Aber das ist eigentlich ganz einfach. Cyframe sind hochtechnisierte Waffensysteme, mit welchen die Helden kämpfen. Bei Mag beispielsweise sieht das Ding aus wie ein Rucksack mit einer großen Patschehand dran.
Zur Story: Mag lernt eines Tages das schüchterne Mädchen Linear kennen, das mit einem Zettel von Mags Vater vor seiner Haustür steht , auf dem dieser Mag bittet, auf Linear aufzupassen. Nun übernimmt der Spieler die Kontrolle über das Geschehen und muss mit Mag und Linear in den Kampf ziehen. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, wie man das nun mal von Rollenspiel gewohnt ist. Diese haben jedoch, speziell bei Kämpfen gegen Bossgegner, die schlechte Angewohnheit, sich über einige Minuten zu erstrecken, was im Laufe des Spiels doch sehr fad wird. Nach eurem ersten Kampf müsst ihr euch ewig lange Filmsequenzen anschauen und dürft euch danach einen dritten Charakter hinzuwählen, wie z.B. den Butler von Mags Familie oder die kleine Chain. Zu dritt müsst ihr nun Aufträge annehmen und Höhlen durchstreifen. Die zu durchstreifenden Dungeons werden zufallsgeneriert und sollten daher eigentlich sehr abwechslungsreich sein, sind es aber nicht. Und so bewegt man sich durch immer gleich aussehende Gänge in denen man sich ohne Karte nach kürzester Zeit verirrt.
Die Einstellungsmöglichkeiten, die man auf dem Startbildschirm erhält sind absolut "grandios." Sie beschränken sich nämlich genau auf "New Game" und "Load Game". Lädt man dann ein angefangenes Spiel, wird netterweise gleich nach dem Laden der Spielstand gelöscht, so dass es fatal wäre den GameCube auszuschalten, bevor man nicht erneut gespeichert hat. Im Umkehrschluss bedeutet Speichern, dass ihr das Spiel danach beenden müsst. Also Speichern zur Sicherung, damit ihr einen Dungeon nicht noch mal von vorn machen müsst, gibt's nicht. Auch könnt ihr in Dungeons nicht überall speichern, sondern nur auf Treppen, was sehr nervt, denn wenn man keine Lust mehr hat und das Spiel beenden möchte, muss man sich noch ewig auf die Suche nach der nächsten Treppe machen.
Grafisch war das Game schon zu Dreamcast-Zeiten nicht der Oberhammer, was bedeutet, dass dieser Punkt in der heutigen Zeit sehr angestaubt wirkt. Langweilige Texturen und polygonarme Figuren so weit das Auge reicht. Wenigstens gibt es keine Grafikfehler und keine Slowdowns (wie auch, denn das Spiel ist sowieso nicht gerade schnell) und die voll animierten Kämpfe gehen grafiktechnisch auch in Ordnung.
Gesteuert werden die Helden im Grunde mit einer einzigen Taste, das ist der A-Knopf mit dem man die Menüeinträge anwählt, da das ganze Spiel inkl. Kämpfe ja nur in Menüs abläuft. Zusätzlich kann man mit B noch springen. Also hätte es für dieses Spiel statt des hochentwickelten Gamecube-Controllers auch das gute alte NES-Pad getan.
Soundtechnisch gibt es ebenfalls keine Highlights zu vermelden. Das Gedudel hält sich sehr im Hintergrund und geht dem Spieler nicht auch noch zusätzlich auf die Nerven. Die Sprachausgabe in den Echtzeit-Zwischensequenzen geht in Ordnung. EVOLUTION WORLDS wird wohl nur Fans der Dreamcast-Originale ansprechen. Alle anderen Rollenspielliebhaber sollten trotz Flaute die Anschaffung des Spiels gut überlegen. Langzeitmotivation bleibt irgendwie ebenfalls total auf der Strecke, da man sich an den immergleichen Höhlensystemen und Gegnern schnell satt sieht. Der letzte negative Kritikpunkt ist, dass das Spiel in der deutschen PAL-Fassung komplett englisch ist, einzig und allein das Handbuch ist auf deutsch.
Insgesamt bleibt ein sehr mäßiges Rollenspiel, das keiner wirklich gebraucht hätte.
(Verfasst von Florian) |
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Pro |
Kontra |
+ sympathische Charaktere
+ einfallsreiche Cyframe-Technik
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- altbackene Grafik
- langweilige Dungeons
- ganz in Englisch
- sehr schnell langweilig
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Infos |
Preisvergleich |
| Hersteller: |
Sting |
| Vertrieb: |
Ubisoft |
| Genre: |
Rollenspiel |
| Spieler: |
1 |
| Erscheinungsdatum: |
11. Februar 2003 |
| Preisvergleich: |
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| Fazit |
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55°C |
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Evolution Worlds kann in keinem Punkt überzeugen und ist somit auch eingefleischten Rollenspielfans nicht zu empfehlen. |
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