 |
 |
|
 |
|
|
TONY HAWK'S PRO SKATER 4 (Test) |
Endlich ist der neueste Teil der grandiosen Skateboardserie um Altmeister Tony Hawk in die deutschen Läden gekommen. Da es ja nun mittlerweile schon der 4.Teil ist, gab es nicht wenige Kritiker die behaupteten, die Serie hätte ihren Zenit längst überschritten. Doch schon nach ein paar Minuten Probe zocken muss man über solch ein Gelaber nur noch lachen.
Das Repertoire an Profis wurde komplett aus dem 3. Teil übernommen, so dass ihr wieder die Kontrolle über Tony Hawk, Elissa Steamer, Jamie Thomas, Rodney Mullen, Eric Koston, Chad Muska, Steve Caballero, Andrew Reynolds, Rune Glifberg, Geoff Rowley, Bam Margera, Kareem Campbell und Bucky Lasek übernehmen könnt. Zusätzlich kam noch der aus dem 1. und 2. Teil bekannte Bob Burnquist wieder hinzu. Mit diesen skatet ihr durch 7 (+2 Bonus) - Level, und versucht euch an einer von insgesamt 190 (!) Aufgaben, die ihr direkt im Level von Passanten oder anderen Skatern gestellt bekommt. Dies stellt auch zugleich den größten Unterschied zu allen anderen Teilen der Serie dar, weil ihr absolut frei herumskaten könnt und erst nach dem Erhalten einer Aufgabe ein Zeitlimit gesetzt bekommt. Schafft ihr die Aufgabe, erhaltet ihr einen Profi-Punkt und ihr könnt weiter frei im Level herumflitzen oder euch neue Aufgaben suchen. Solltet ihr das Aufgabenziel nicht erreichen, was nach etwa 100 Profi-Punkten leider ziemlich häufig vorkommt, da der Schwierigkeitsgrad im späteren Verlauf deutlich anzieht, könnt ihr es so oft wie ihr wollt nochmals versuchen oder auch sein lassen und einfach weiter skaten. Nachdem man 90 Ziele geschafft hat, steht für jeden Skater eine sogenannte Profi-Challenge zur Verfügung. Dies ist eine einzige Aufgabe, die es zu erledigen gilt. Sie bezieht sich auf den Hintergrund und die Geschichte der Skater, so müsst ihr beispielsweise mit Rodney Mullen im Kona Skatepark ein Combofeuerwerk abfackeln, das ausschließlich aus Tricks besteht, die Rodney in seiner 20-jährigen Laufbahn selbst kreiert hat. Schafft ihr die Profi-Challenge (was bei manchen Skatern zu Blasen an den Fingern führt) dürft ihr euch ein kleines Filmchen von euerem Helden ansehen. Pro geschaffter Aufgabe bekommt ihr Geld, das ihr in Decks und Outfit der Skater, oder mit wirklich viel Geld in Geheim-Skater und Geheim-Levels investieren könnt. Die Sache mit den Stat-Punkten wurde diesmal auch um einiges besser und sinnvoller gelöst als früher, denn Stat-Punkte, die ihr nach manchen Aufgaben einsackt, gelten direkt für alle Skater, so dass sich alle eure Skater verbessern können und ihr nicht einen Skater habt, mit dem ihr bei einer Multiplayersession eure Kumpels abzocken könnt. ;-)
Weiterhin gibt es im Spiel noch den Modus Einzelsession, wo ihr innerhalb einer bestimmten Zeit im Level herumskaten und Tricks machen könnt, um damit eure persönlichen Highscores aufzustellen und den Modus Free-Skate, der aber eigentlich überflüssig ist, da ihr im Karriere Modus genau das gleiche tun könnt, wenn ihr einfach keine Aufgaben annehmt.
Die Grafik unterscheidet sich auf den ersten Blick sehr vom Vorgänger, da sie bei weitem nicht mehr so steril ist und der Realität so viel näher wirkt als noch in Tony Hawk 3. Die Animationen sind wie gewohnt erstklassig und man zuckt selbst innerlich zusammen, wenn sich der Skater beim Boardslide voll ein Handrail zwischen die Beine fetzt. Kritik gibt es trotzdem, da das Spiel vor allem bei großen Levels wie London dazu neigt, kurz zu ruckeln. Dies stört den Spielablauf aber zum Glück nur minimal und kommt auch nur in manchen Levels vor, wenn man sich umschaut, um die tolle Weitsicht zu genießen. Der Sound ist ebenfalls wunderbar, auf der Gamedisc befinden sich 35 Songs aus den typischen Bereichen von Hip-Hop bis Rock. Sogar 3 Muskabeatz von Chad Muska höchstpersönlich sind enthalten. Die Soundeffekte passen großartig ins Spiel und dieses knallende Geräusch bei Spezial-Tricks fällt diesmal auch etwas dezenter aus. Ebenfalls besteht diesmal die Möglichkeit, im Menü direkt einzelne Songs anzuwählen, so dass man nicht zigmal auf Überspringen drücken muss, um endlich den Track der Wahl anzuhören.
Die Steuerung hat sich natürlich (und zum Glück) gegenüber des Vorgängers nur minimal verändert. So ist es sicher für absolute Neulinge der Reihe am Anfang etwas tricky, mit der extrem komplexen Steuerung umzugehen, doch THPS3 Spieler werden direkt zurecht kommen. Eine Veränderung der Standard-Kontrollen ist nicht möglich, aber auch nicht nötig, da Activision das Optimum an Komfort aus dem GC-Controller geholt hat. Zu den Neuerungen bei der Steuerung zählt die Möglichkeit sich von Autos ziehen zu lassen und per Z-Knopf Spine-Transfers zu machen. Ebenfalls lässt sich mit dem Z-Knopf ein schmerzhafter Sturz verhindern, sollte man einmal schräg aus einer Half- oder Quarterpipe herausfliegen. Auch lassen sich diesmal Flatland-Tricks besser ausführen, da man sie aus normalen Manuals starten kann und nicht nur aus Spezial-Manuals wie im Vorgänger. Auch lassen sich Grinds besser switchen, ohne dass man dafür hochspringen muss, doppeltes Drücken auf B, X oder Y während eines Grinds genügt. Als kleines Schmankerl gibts in einigen Leveln die Möglichkeit an Mini-Games teilzunehmen, zum Beispiel Tennis im College oder Affenscheiße ausweichen im Zoo. Diese spaßigen kleinen Aufgaben bessern sogar noch euer Konto auf.
Alles in Allem hat man im Soloplayer-Modus Spaß für Monate, da die Aufgaben sehr abwechslungsreich und lustig sind und einfach neue Spots und Tricks zu erforschen auch ohne Aufgaben einen Heidenspaß bereitet. Der Multiplayer-Modus ist ebenfalls gelungen und wartet mit leicht erweitertem Angebot auf. So gibt es z.B. die Möglichkeit mit einem Freund darum zu spielen, wer zuerst eine bestimmte Anzahl von Punkten erreicht. Es gibt auch wieder einmal die Möglichkeit selbst einen Skater zu basteln, wobei ihr unter vielen Kleidungsstücken, Schuhen, Tatoos etc. wählen könnt. Der aus Teil 3 bekannte Park-Editor ist auch wieder dabei und bietet den Leuten, die sich an den - diesmal zum Glück sehr großen - Levels satt gesehen haben, die Möglichkeit mit Hilfe von Hunderten Bauteilen ihren Park der Träume aus dem Boden zu stampfen.
Grund zum Frust bereitet stellenweise der haarsträubende Schwierigkeitsgrad. So ist es auch für alte THPS-Veteranen kein Zuckerschlecken innerhalb von zweieinhalb Minuten an 5 doofen Spots im Kona Skatepark eine Million Punkte zu erreichen. Jedoch muss man abschließend sagen, dass THPS4 mit seinem Gameplay und seiner grandiosen Grafik alle anderen Trendsporttitel in den Schatten stellt, keine Frage!

(Verfasst von Florian) |
|
Pro |
Kontra |
+ sehr große Levels
+ klasse Grafik
+ geiler Soundtrack
+ sinnvolle Änderung des Karrieremodus
|
- am Ende teils unfairer Schwierigkeitsgrad
- nerviges Speichern nach jeder geschafften Aufgabe
|
|
Infos |
Preisvergleich |
|
|
>> zum ausführlichen Preisvergleich |
| Fazit |
 |
92°C |
|
Ein wirklicher Knaller, den man haben muss, wenn man was mit Funsport anfangen kann! |
|
Bewertungen und Meinungen zu diesem Spiel lesen und selbst abgeben bei Userrankings.com!
|
|
Schreibe Deine Meinung oder Fragen zum Spiel ins Funsport Forum!  |
| |
|
[ Zurück zur Übersicht der Spiele ] |
|
|
|
 |
|
 |
 |