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METAL ARMS: GLITCH IN THE SYSTEM (Test)

Weder groß angekündigt, noch protzig umworben flattert fast schon nebenbei METAL ARMS: GLITCH IN THE SYSTEM auf den Schreibtisch. Zugegeben, der Titel lässt sicher eher auf einen drittklassigen Actionfilm ohne erkenntliche Handlung schließen. Das dem aber bei weitem nicht so ist wird der folgende Test zeigen.

Der Roboter Glitch, so der Name unseres Helden, wird von den Bewohnern Druidenheims völlig schrottreif aufgefunden und aus aktuellem Anlass wieder hergerichtet und neu gestartet. Beim Aufspielen der neuen Daten erfahrt ihr und Glitch in einer genial gemachten und vor Sarkasmus strotzenden Filmsequenz, weshalb jeder funktionstüchtige Helfer willkommen ist. Angefangen hat alles mit dem missglückten Versuch, einen Superdroiden namens Rostfluch zu bauen. Denn dieser macht sich gleich nach seiner Fertigstellung selbstständig und welch Wunder, er hat natürlich nichts besseres zu tun, als den Heimatplaneten seiner Erschaffer zu unterwerfen. Aber wie so oft leistet auch in METAL ARMS: GLITCH IN THE SYSTEM eine kleine Gruppe von Aufständigen dem Bösewicht Widerstand. Und so liegt das Schicksal des Eisensterns in den Händen der von Oberst Schmelztiegel angeführten Rebellen, denen du nun auch angehörst.

Im Krisengebiet angekommen, steuerst du Glitch aus der dritten Person. Die Steuerung reagiert direkt und präzise, lediglich ein Controller-Setup ist nicht vorhanden. Du musst also mit der Tastenbelegung leben, die von den Entwicklern vorgesehen wurde. Diese sollte jedoch keine Probleme bereiten, da die einzelnen Befehle sehr intuitiv auf dem Pad verteilt wurden. Besonders gut gefällt mir die Unterteilung in Sekundär- und Primärwaffen, die du mit den L und R Tasten abfeuerst. Auch die Schiesseisen und deren Vielfalt sind sehr durchdacht, so dass dir im Spielverlauf jede Waffe mal von Nutzen sein wird. Außerdem können sie für das nötige Kleingeld im Shop aufgerüstet werden. Einfach nur drauf los ballern kann aber angesichts des Waffenarsenals noch lange nicht, denn die Gegnerscharen rennen dir nicht blind ins Messer, sondern weichen geschickt aus und suchen hinter jedem geeigneten Objekt Deckung. Also stürm nicht einfach drauf los, sondern gehe etwas taktischer vor. Auch empfiehlt es sich, die hervorragend designten Level genauer zu durchsuchen, da in jedem Level goldene Mikrochips und eine Menge anderer nützlicher Dinge zu finden sind. Mit einer bestimmten Anzahl der angesprochenen Mikrochips schaltest du neue Multiplayerlevel frei. Und das lohnt sich, denn diese sind so abwechslungsreich und genial designt, dass sich so mancher Egoshooter ein bis drei Scheiben abschneiden kann. Findest du beim ersten Versuch nicht alle Items, kannst du den entsprechenden Level über die Galerie jeder Zeit noch einmal spielen und so auch die letzten Geheimnisse des jeweiligen Levels enthüllen.

Einen weiteren Pluspunkt fährt METAL ARMS: GLITCH IN THE SYSTEM durch sein abwechslungsreiches Gameplay ein. Denn du läufst nicht nur ballernd durch die Gegend, sondern musst die verschiedensten Fahrzeuge benutzen, an Drahtseilen über Schluchten gleiten, dich über Computer in feindliche Roboter hacken und mit diesen deren Lager säubern oder reine Race-Level bestehen.

Grafisch gibt es bis auf gelegentliche Ruckler in besonders actionreichen Passagen und einigen groben Texturen, keinen Grund zur Aufregung. Die Entwickler von Swining Ape präsentieren eine solide Optik mit sehr schönen Lichteffekten und fast schon komödienreifen Animationen der Druiden. Auch der Sound passt sich nahtlos ins gute Gesamtbild ein. Lediglich der Multiplayer drückt den Schnitt ein wenig. Schuld sind nicht die genialen Locations oder die angebotenen Spielmodi, sondern lediglich die Tatsache, dass nicht ein einziger Bot in die Schlacht integriert werden kann. So bleibt uns nur der gesellige Zockabend mit Freunden, um den sonst einwandfreien Multiplayer zu genießen.

(Verfasst von Daniel)
Pro Kontra
+ abwechslungsreiches Gameplay
+ durchdachtes Waffenarsenal
+ sehr gutes Handling
+ gute Technik
- Multiplayer ohne Bots
- kleinere grafische Schwächen
Infos Preisvergleich
Hersteller: Swingin' Ape
Vertrieb: Vivendi Universal
Genre: Action
Spieler: 1-4
Erscheinungsdatum: 28. November 2003
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Fazit
 81°C   Perfekt inszenierter Actiontitel, dem selbst der Hauch von Langeweile fremd ist.
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